Ein ganzheitliches Framework für Management Reporting und Business Analytics

 

 

Das ganzheitliche Framework für Business Analytics und Performance Management hilft, Einflussfaktoren zu strukturieren und damit den Einsatz von Business Analytics und Reporting Anwendungen zu optimieren.

Der Mehrwert von Business Analytics ist kein Selbstläufer. Viele Unternehmen investieren hohe Bedarfe in Analytics und Reporting Anwendungen. Nicht immer sind Nutzung und Nutzen nach der Einführung der Anwendungen hoch.

Doch durch das integrative Design der Anwendungen können Nutzung und Nutzen erhöht werden. Das nachfolgende Framework hilft bei der Strukturierung der Bedarfe, sodass diese integriert werden können. Inhaltliche, prozessuale und rollenspezifische Bedarfe bilden die Basis für ein gutes Design.

Ein Unternehmen sinnvoll zu führen, umfasst viele Aspekte. Es beginnt mit der sinnvollen Definition der strategischen Ziele und mündet in der täglichen Navigationsarbeit. Management Reporting und Business Analytics sind wichtige Instrumente, die diese Navigation ermöglichen. Hierfür gibt es leider keinen „one size-fits-all“ Ansatz. Die Instrumente müssen zum Einsatzzweck und der Aufgabe passen, um die gewünschten Ergebnisse sicherzustellen. Hierbei sind vier fundamentale Einflussbereiche zu berücksichtigen:

 

Strategien und Strukturen – die inhaltlich strukturelle Sicht

 

In diesem Bereich des Frameworks wird definiert, welche Ziele erreicht werdensollen, welche Maßnahmen und Programme dafür eingesetzt werden sollen und wieman die Umsetzung und Ergebnisse messen will.

 

Jeder dieser Punkte muss hinreichend geklärt werden:

  • Vision und Mission definieren die Entwicklungsziele des Unternehmens.
  • Die Strategie legt fest, wie man die Entwicklungsziele erreichen will.
  • Durch die Analyse der kritischen Erfolgsfaktoren wird innerhalb von Programmen auf konkrete Ziele für jeden Manager übergeleitet.

Es gilt stark vereinfacht folgende Logik:

 

 

Durch die Analyse der Erfolgsfaktoren vermittelt man Informationssysteme mit

Unternehmenszielen. Die Erfolgsfaktoren (EF) definieren die wenigen Bereiche, in

denen ausreichend gute Ergebnisse die Zielerreichung ermöglichen.

Wenn für jede Management-Einheit Ziele, Erfolgsfaktoren und Messgrößen definiert

sind, kann man über Prozess und Rollensicht auf die Instrumente zuarbeiten.

 

Prozesse – das verbindende Element

Alle Maßnahmen des Unternehmens sind eingebettet in Prozesse. Die Geschäftsprozesse werden getragen von Entscheidungsprozessen. Diese bauen auf analytischen Prozessen auf, welche Daten informationsverarbeitende Prozesse benötigen. Die Erfolgsfaktoren finden sich in den Geschäftsprozessen, Maßnahmen und Zielen wieder.

 

Entscheidungsprozesse, Informationen und KPI`s in den analytischen Prozessen, die durch informationsverarbeitende Prozesse gefiltert werden.

 

Rollen – Liefern, Produzieren und Konsumieren

 

In den Prozessen arbeiten Menschen in verschiedenen Rollen zusammen. Hierbei können

drei Rollen unterschieden werden: Lieferanten, Produzenten und Kunden.

 

 

Kunden konsumieren die Informationen und Analysen, welche durch die Produzenten hergestellt werden. Man kann die Kunden noch weiter kategorisieren, z.B. in Finanz-Manager, Produktionsleiter und BV-Leiter. Die Kunden haben jeweils für ihren Bereich Erfolgsfaktoren und KPI`s und daher Informationsbedarfe, die durch die Produzenten mit Hilfe der Instrumente zu decken sind.

 

Die Produzenten sind die Business-Analysten, Controller und auch Data Scientists. Sie produzieren Analysen und designen Reports. Sie produzieren Einsichten und unterstützen zusammen mit den Werkzeugen, die sie hierfür einsetzen, die Entscheidungsprozesse im Unternehmen.

Die Lieferanten sind die IT-Leute, welche die relevanten IT-Systeme designen, aufbauen und betreiben. Sie steuern die verarbeitenden Prozesse.

 

Werden alle drei Rollen in eine Organisationseinheit gebündelt, spricht man von einem BICC, einem Business Intelligence Competence Center.

Werkzeuge und Instrumente

 

Viele IT-Organisationen investieren kräftig in Werkzeuge und Instrumente, dennoch gelingt es Ihnen häufig nicht, die Nutzung und den Nutzen hoch genug zu halten. Die Ursache liegt dann häufig darin, dass man die zu liefernden Inhalte nicht an den Bedürfnissen der Prozesse und der Nutzer (Rollen) ausrichtet. Hat man jedoch seine Hausaufgaben gemacht, so kann man mit folgenden Applikationen den gewünschten Nutzen liefern:

 

Werden die Werkzeuge auf die Inhalte und Strukturen, Prozesse und Rollen im Unternehmen ausgemacht, dann ist der Nutzen von Business Analytics und Management Reporting im Unternehmen hoch. Wie in der Grafik angezeigt steigt der Nutzen mit fortschreitendem Einsatz der Applikationen. Das liegt daran, dass die Wirkungszeit von Maßnahmen in den Geschäftsprozessen zunimmt.

 

Fazit

 

Business Analytics soll durch verbesserte Entscheidungen zu einer besseren Unternehmensleitung beitragen. Hierzu unterstützen Analytics Produzenten und Lieferanten in analytischen Prozessen die Entscheider. Wenn man die analytischen Applikationen an den Inhalten, Personen und Prozessen ausrichtet, wird eine höhere Zielsetzung nicht lange auf sich warten lassen.

 

Autor: Dirk Böckmann, Vorstand avantum consult AG

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